Die Wasserfälle Iguazu gehören zu den größten Wasserfällen der Welt. Sie sind zwar nicht so hoch wie die Niagarafälle, besitzen aber dafür viel größere Wassermassen. Außerdem überstreckt sich das Naturschutzgebiet rund um die Wasserfälle über das sog. Dreiländerdreieck: (Brasilien, Argentinien und Paraguay). Wir waren 2 Nächte dort. Am Tag der Ankunft haben wir nur bisschen die Stadt erkundet und uns von der langen Anfahrt erholt. Am zweiten Tag haben wir uns die argentinische Seite der Wasserfälle angeschaut. Am letzten Tag haben wir einen Halbtagesausflug zur brasilianischen Seite der Wasserfälle unternommen. Anschließend ging es mit dem Bus wieder weiter zur nächsten Station. Die beste Reisezeit ist:

  • Frühling: September, Oktober & November (angenehm warm bis heiß- 29° Durchschnittstemperatur)
  • Sommer: Dezember, Januar & Februar (sehr heiß)
  • Herbst: März (sehr heiß), April & Mai (angenehme Temperaturen)
  • Winter: Juni, Juli & August (manchmal etwas kälter – 16° Durchschnittstemperatur)

Highlights

  • Bei gutem Wetter wunderschöne Regenbögen
  • Unbeschreibliche Wassermassen
  • Zusätzliche Stempel für den Reisepass bekommen
  • Viele Tiere (Waschbären) und unendlich viele Schmetterlinge
Ein weiteres Highlight sind die Waschbären. Sie sind sehr zutraulich und werden auch ununterbrochen von den Touristen gefüttert. Man darf seine Nahrungsmittel nicht unbeobachtet stehen lassen, da die Waschbären sich gerne das Essen selber holen. Das gleiche gilt auch für Essen, dass man in der Hand hält. Die Tiere beißen und kratzen, um Essen zu bekommen.

Anfahrt

Die Wasserfälle befinden sich im Dreiländerdreieck zwischen Brasilien, Argentinien und Paraguay. Je nachdem, aus welchem Land man anreist, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Ich bin mit dem Bus von  Ihla Grande direkt nach Foz go Iguazu gefahren. Die Fahrt hat ca. 32 Stunden (Start 08:00, Ankunft: 15Uhr) gedauert. Viel bequemer, aber dafür teurer ist ein Flug.

Man kommt am überregionalen Busbahnhof an und muss anschließend weiter zum städtischen Busbahnhof fahren.

Unterkunft

Grundsätzlich gibt es verschiedene Orte, an denen man sich ein Zimmer suchen kann.

  • Foz do Iguaazu (Brasilien)
  • Puerto Iguazu (Argentinien)
  • Ciudad del Este

Foz do Iguaazu (Brasilien) und Puerto Iguazu (Argentinien) nehmen sich nicht viel und sind für Touristen sehr cool. Ciudad del Este hingegen ist etwas gefährlicher und nur bedingt zu empfehlen. Wir haben uns für Foz do Iguaçu entschieden, da die Anreise nach Argentinien (von Brasilien aus) noch weitere Strapazen bedeutet hätte.

Restaurants

DSC_0074In Foz do Iguaçu gibt es sehr viele Restaurants. Da der Ort sehr touristisch ist, gibt es natürlich einige maßlos überteuerte Läden. Nichtsdestotrotz gibt es auch sehr gute Lokale. Folgende Restaurants kann ich nur empfehlen:

  • Vo Bertila – Pizza und Pasta – Fast wie in Italien
  • Bufalo Branco Churrascaira – Fleisch, Fleisch & noch mehr Fleisch – War richtig lecker, aber sehr teuer. In der Nähe gibt es weitere Churrascairas, die um einiges günstiger waren und viel besser besucht wurden.

Außerdem gibt es in der Nähe des Busbahnhofs einen großen Supermarkt mit einer riesigen Auswahl. Da die Restaurants in dem Nationalpark Touri-Preise haben, lohnt es sich, dort Verpflegung für unterwegs zu kaufen.

Wasserfälle

Die Wasserfälle sind ein absolutes Highlight. Durch das feuchte Klima, gibt es viele verschiedene Tiere, die teilweise sehr zutraulich sind. DSC_0081 An bestimmten Stellen kann es sehr nass werden und das nicht unbedingt von oben. Deswegen sollte man bei schlechtem Wetter auf jeden Fall einen Regenschutz mitnehmen und eventuell sogar Wechselklamotten. Bei gutem Wetter hält man es auch ganz gut aus. :-)

Die brasilianische Seite der Wasserfälle (Foz do Iguazu)

DSC_0154 Die brasilianische Seite ist zwar kleiner als die argentinische Seite, nichtsdestotrotz hat sie viel zu bieten. Es gibt einige sehr schöne Aussichtsplattformen, die einen perfekten Blick zu den Wasserfällen bieten. Das Highlight ist der Blick in den „Teufelsschlund“ (port.Garganta do Diabo; span. Garganta del Diablo). Das ist der größte und beeindruckendste Wasserfall in Iguazu.  Insgesamt dauert die Tour ca. 2-3 Stunden. Die Anfahrt aus Foz do Iguaçu ist einfach. Am Busbahnhof gibt es einige Busse (Richtung Iguacu – Kosten ca. 3 Reais), die dort hinfahren. Da der Bus einen Umweg über den Flughafen macht, dauert die Fahrt ca. 40 Minuten. An dem Eingang zum Nationalpark angekommen, fährt man noch 20 Minuten mit einem Bus weiter zu den Wasserfällen. Dazwischen kann man noch typische Touri-Tours (Rafting, Quadfahren, etc) buchen. DSC_008221 Was man sonst noch wissen muss:

  • Täglich offen von 9 Uhr bis 17 Uhr
  • Eintritt ca. 40 Reias

Die argentinische Seite der Wasserfälle (Puerto Iguazu)

DSC_0078Die Argentinische Seite ist die Hauptattraktion. Man braucht mindestens einen ganzen Tag für alle Wasserfälle und Wege. Wenn man noch Raften, Bootfahren oder sonstige Aktionen erleben möchte, braucht man fast 2 Tage. Wir sind von Foz do Iguaçu (Brasilien) zu den Wasserfällen gefahren. Wir haben lange überlegt, wie wir dort hinkommen. Am Ende haben wir aus folgenden Gründen eine Tour gebucht:

  • Die Tour kostet ca. 100 Reias (inklusive Anfahrt, Eintritt, etc). Falls man die Tour selbst organisieren möchte, kommt man auf ähnliche Kosten
  • Die Fahrt über die Grenze nach Argentinien ist relativ kompliziert. Wenn man von Brasilien nach Argentinien fährt, braucht man ein Touristenvisum (Stempel/Zettel). Das bekommt man ohne Probleme an der Grenze. Nur halten die öffentlichen Busse nicht so gerne an der Grenze und warten auch nicht, bis man wieder zurück ist. Ohne das Visum kommt man von Argentinien allerdings nicht mehr nach Brasilien. Mit der Tour war das alles kein Problem und vor allem war die Anfahrt um einiges schneller.
  • Vor Ort hatten wir keinen Guide. Wir konnten machen, was wir wollten
Iguazu-National-Park-Map An den Wasserfällen angekommen, sind wir gleich los. Es gibt vier Hauptwege, die alle voller Highlights sind.

  • Der untere Weg: Man sieht die Wasserfälle von unten und wird teilweise etwas nass
  • Der obere Weg: Er führt oberhalb der Wasserfälle entlang und bietet wirklich coole Aussichten auf viele Wasserfällen
  • Der Weg zum Teufelschlund: Der Teufelsschlund ist der größte Wasserfall. Dort kann man entweder hinlaufen (30 Minuten) oder mit einer Bimmelbahn hinfahren.
  • Es gibt ein Boot, dass gegen einen Aufpreis auf die Insel fährt. Dort gibt es noch ein paar weitere Wanderwege. Allerdings muss man sehr lange beim Einstieg anstehen.

Der Teufelschlund

Der Teufelsschlund ist das Highlight der Wasserfälle. Es ist eine 150m breite und 750m lange Schlucht in der die Wassermassen nur so hinabstürzen. Auf dem Weg dorthin gibt es unendlich viele Schmetterlinge, die sehr aufdringlich sind. Man mag es kaum glauben, aber auch Schmetterlinge können nerven. Ansonsten sieht verschiedene Tiere: Waschbären, exotische Vögel und Schildkröten

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Der Teufelsschlund

Die Wasserfälle von Iguaçu – Ein beeindruckendes Naturwunder

Auch wenn die Anreise sehr anstrengend war, so hat sich Tour dort hingelohnt. Was sind eure Erfahrungen mit den Wasserfällen?

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Am Teufelsschlund