Was muss man in Paris gesehen haben!

Ich habe Silvester 14/15 in Paris verbracht. Obwohl ich schon viele positive Sachen über die Stadt gehört habe, war trotzdem überrascht, wie schön die Stadt der Liebe wirklich ist. In der weitläufigen Innenstadt reiht sich Sehenswürdigkeit an Sehenswürdigkeit. Außerdem wird das Stadtbild durch viele alte Häuser mit einer schönen Architektur bestimmt. Dazu kommt, dass alle Sehenswürdigkeiten bzw. die Innenstadt an sich sehr gut gepflegt und erhalten sind. Jeder Sightseeing Sparziergang war ein Highlight.

Ein weiteres Highlight von Paris ist die Abendbeleuchtung. Quasi jede Attraktion wird nachts wunderschön beleuchtet. So macht Sightseeing Spaß!

Abgesehen von den typischen Sehenswürdigkeiten bietet Paris noch so viel mehr. Paris ist die Modehauptstadt Europas ist und es gibt in Paris die Haute Cuisine (dt. “hohe Küche”). Man muss nicht erst in sündhaft teure, edle Restaurants gehen, um in den Geschmack der französischen Küche zu kommen. In Paris gibt es viele kleine Restaurants, die sehr leckeres Essen und gute Weine für wenig Geld haben. Man merkt in Paris einfach, dass den Einheimischen gutes Essen sehr wichtig ist. Aber mehr dazu später.

In Paris kann man soviel erleben. Um euch die Entdeckung der Stadt etwas zu erleichtern, stelle ich euch die acht Sehenswürdigkeiten vor, die ihr beim Sightseeing nicht verpassen solltet.

Eiffelturm

Der Eiffelturm ist das bekannteste Wahrzeichen der Stadt. Es gibt viele Orte mit einer genialen Aussicht auf Paris. Der Eiffelturm ist das höchste Gebäude von Paris. Eine geniale Aussicht ist somit garantiert.

„Tour Eiffel 360 Panorama“ von Armin Hornung - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

„Tour Eiffel 360 Panorama“ von Armin Hornung – Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

Was man noch über den Eiffelturm wissen muss:

Den Eiffelturm erreicht man entweder durch einen Spaziergang an der Seine entlang oder durch die Metro (Bir-Hakeim (M6), Trocadéro (M6, M9)).
Wer mehr zur Geschichte des Eiffelturms lesen möchte, kann ich den ausführlichen Wikipedia Artikel dazu sehr ans Herz legen.

Die Basilika Sacré-Coeur auf Montmartre

DSC_0370Die Basilika Sacré-Cœur de Montmartre ist eine römisch-katholische Wallfahrtskirche auf dem Montmartre im 18. Pariser Arrondissement, die dem Heiligsten Herzen Jesu geweiht ist.
Diese Kirche ist wirklich ein Highlight. Nach einem kleinen Fußmarsch (und ein paar Treppenstufen) gelangt man zur Kirche. Wer keine Lust hat, den Hügel zu Fuß zu erklimmen, kann die Seilbahn (U-Bahn Anvers) nehmen.
Für 6€/Person bekommt man eine Eintrittskarte für den Turm. Nachdem man die 300-stufige Wendeltreppe bezwungen hat, wird man von einem grandiosen Ausblick überrascht. Es gibt fast keinen höheren Platz in Paris und so kann man die komplette Stadt überblicken. Bei gutem Wetter sollte man bis zum Sonnenuntergang warten.
Anschließend kann man in einem der süßen Cafes und Crêperien sehr lecker essen.

Champs-Elysées & der Triumpfbogen (Arc de Triumph)

DSC_0512Der Triumpfbogen (Arc de Triumph) befindet sich am Ende Avenue des Champs-Élysées (auch Les Champs genannt). Die Avenue des Champs-Élysées ist eine der größten Prachtstraßen der Welt. Heute gibt es dort sehr viele Shoppingmöglichkeiten. Manchmal haben edle Modegeschäfte einen Türsteher mit einer Warteschlange. Verrückte Welt.
Wer ein gerne spazieren geht, dem empfehle ich die Strecke vom Louvre über die Champs-Élysées direkt zum Arc de Triumph zu gehen. Auf dem Weg gibt es viel zu entdecken und wer möchte kann bei Tiffany & Co, Louis Vuitton usw shoppen gehen oder in dem herrlichen Park beim Louvre auf einer Parkbank entspannen. Oder man fährt eine Runde mit dem Pariser Riesenrad (Roue de Paris).
Wer möchte, kann auf den Arc de Triumph hochsteigen (ca. 300 Stufen) und die Aussicht über Paris genießen. Im Gegensatz zur Basilika Sacré-Coeur auf Montmartre hat der Arc de Triumph länger geöffnet. Hier bietet es sich an, Paris bei Nacht zu bestaunen. Der Eintritt kostet ca. 10€ pro Person.
An Silvester sammeln sich Einheimische und Pariser auf der Champs-Elysées und beim Triumpfbogen. 2014 war dort mit großen Scheinwerfern (“Bauernfänger”) und einem kleinen Feuerwerk eine Menge geboten. Nach 1 Uhr wurde allerdings abgebaut und dann war die Show zu Ende.

Notre-Dame de Paris

Notre-Dame ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeit in Paris. Auch durch den Film “Der Glöckner von Notre Dame” hat die Kathedrale an Berühmtheit gewonnen.
Ihre gotische Bauweise ist sehr gut erhalten. Die Fasade alleine ist schon einen Besuch wert. Auch wenn man einige Zeit anstehen muss, um in den Notre-Dame hereinzukommen, lohnt es sich. Und natürlich sollte man auch hier die Türme besteigen und die Aussicht genießen.
Notre-Dame de Paris hat schon viele Ereignisse in der französischen Geschichte überlebt:

  • Sie wurde über 200 Jahre lang gebaut. (1163 bis 1345)
  • Die Krönung von Napoleon 1804 zum Kaiser
  • In der Zeit der französischen Aufklärung wurde die Kirche zum Tempel des höchsten Wesens, der Vernunft erklärt

Sie befindet sich direkt an der Seine und ist sehr gut mit der Metro zu erreichen.
Wer noch mehr Informationen über den Notre-Dame de Paris möchte, findet auf Wikipedia einen sehr ausführlichen Beitrag.

Moulin Rouge

Das Moulin Rouge ist ein Pariser Varieté an der Place Blanche im Viertel Montmartre (in der Nähe des Sacré-Cœur de Montmartre). Im Oktober 1889 wurde das Moulin Rouge eröffnet, in dem gleichen Jahr wie der Eiffelturm. Zunächst wurde das Moulin Rouge für Tanzbälle genutzt. Hier traten die bekanntesten Pariser Stars der damaligen Zeit auf.
Später wurden im Moulin Rouge Operetten und Revuen gezeigt. Auch als Kino wurde es früher teilweise genutzt. Im Jahre 1964 wurde als Attraktion auf der Bühne ein „Aquarium“ installiert, in dem nackte Tänzerinnen auftraten bzw. schwammen. Nach einer finanziellen Krise Mitte der 1990er Jahre konnte das Haus ab 2000 wieder Erfolge erzielen. Während den einzelnen Tanznummern kommen gelegentlich Tigerpythons und Zwergpferde zum Einsatz. Das Haus hat 850 Sitzplätze und wurde im Jahre 2000 von rund 420.000 Gästen besucht.
Heute ist das Moulin Rouge ein typisches Varieté mit verschiedenen Tanzeinlagen und Auftritten. Dazu gibt es ein leckeres Mehrgänge Menü. Karten sollte man allerdings rechtzeitig unter getyourguide.de buchen.
Am besten verbindet man einen Besuch des Moulin Rouge mit dem des Sacré-Cœur de Montmartre. Nachmittags besucht man die Basilika und abends stattet man dem Moulin Rouge einen Besuch ab.

Opéra Ganier

Die Opera Garnier ist eines von zwei Opern in Paris. Auch wenn ich mich persönlich nicht für Opern interessiere, ist die Architektur des Gebäudes einen Besuch wert.

Außerdem ist diese Oper der Orginalschauplatz der Geschichte des Phantoms der Oper. Realer Hintergrund sind mysteriöse Geräusche aus dem Kellergewölbe, während denersten Aufführungen und ein nie aufgeklärter Unfall, bei dem das Gegengewicht des tonnenschweren Kronleuchters am 1896 herunterstürzte und die Concierge Madame Chomette tötete. Das Ereignis und die Angst vor dem unheimlichen Keller mit seinen labyrinthartigen Wegen schuf den Mythos rund um den „Operngeist“. Die unterirdischen Gewässer, die vom Phantom der Oper mit seiner Barke befahren werden, existieren wirklich und müssen heute noch regelmäßig abgepumpt werden.

In der näheren Umgebung befindet sich außerdem das Shoppingviertel rund um das Kaufhaus La Fayette. In diesem Viertel kann man shoppen, was das Zeug hält.

Das Louvre

Das Louvre ist ein weiteres Highlight von Paris. Das Louvre befindet sich am Anfang des Champs-Élysées, direkt an der Seine.

Gemessen an der Ausstellungsfläche ist es das größte Museum an der Welt. Umgefähr 10 Millionen Besucher kommen jährlich vorbei.

Wer eine lange Schlange im Louvre vermeiden möchte, sollte sich die Eintrittskarten online kaufen. Auf Getyourguide.de kann man die Eintrittskarten kaufen. Kann ich sehr empfehlen!

Disneyland Paris

Hexe  / pixelio.de

Hexe / pixelio.de

Nicht nur für Familien kann ich einen Ausflug nach Disneyland Paris empfehlen. Auch für Erwachsene bieten die beiden Parks einige tolle Möglichkeiten, alte Kindheitserinnerungen wieder zum Leben zu erwecken. Es gibt hier einmal den Disneyland Park und einmal den Walt Disney Studios Park. Beide bieten eine große Anzahl Attraktionen, Shows und Restaurants.

Erreichbar ist Disneyland von Paris aus mit de RER A, der an vielen Haltestellen in der Stadt stoppt. Gäste fahren bis zur Haltestelle „Marne la Vallée – Chessy“. Von hier aus sind es dann nur noch etwa zwei Minuten zu Fuß bis zum Eingang des Parks.

Während der Disneyland Park ganzjährig von 10 Uhr bis 22 Uhr seine Pforten offen hält, ist der Walt Disney Studios Park lediglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet, dafür aber ebenfalls das gesamte Jahr über. Während der Hauptsaison herrscht ein enormer Andrang, weswegen die Wartezeiten an den Attraktionen oft sehr lang ausfallen. Daher kann ich es nur empfehlen, Disneyland Paris in der Nebensaison zu besuchen. Hilfe kann in der Hauptsaison der sogenannte Fast Pass bieten. Hier können sich die Gäste an einer Attraktion anmelden, um dann zum festgelegten Zeitpunkt ganz ohne Warteschlange an der Reihe zu sein.

Die Eintrittspreise variieren je nach Dauer und Art des Besuchs. Ein Eintagesticket für einen der beiden Parks kostet für Erwachsene 65 Euro und für Kinder zwischen 3 und 11 Jahren 59 Euro. Kinder unter 3 Jahren sind grundsätzlich frei. Wer beide Parks an einem Tag besuchen möchte, zahlt bereits 80 Euro pro Erwachsenem und 74 Euro für Kinder. Das Ganze staffelt sich dann bis hin zu einem Fünftagesticket.

Versailles

Mehr als sechs Millionen Menschen besuchen jedes Jahr das schöne Versailles. Das Schloss mit seinen weitläufigen Parkanlagen ist das gesamte Jahr über eine echte Attraktion.
Erreichbar ist Versailles mit dem RER C, der an der Station „Versailles – Rive Gauche“ Halt macht. Ich empfehle eine frühe Fahrt, denn in Versailles sollten Besucher auf jeden Fall einen ganzen Tag verbringen.

Ein Tagespass für alle Sehenswürdigkeiten in Versailles kostet 18 Euro. Während Veranstaltungen kann der Preis auf 25 Euro steigen. Grundsätzlich ist der Eintritt für junge Leute bis 26 Jahre frei. Zwischen November und März ist an jedem ersten Sonntag im Monat der Eintritt für das Anwesen des Königs frei und zwischen September und März können die Gärten kostenfrei betreten werden. Hier ist allerdings Vorsicht geboten, denn zwischen April und Oktober werden an Dienstagen, Samstagen und Sonntagen Veranstaltungen durchgeführt, weswegen es dann doch kostenpflichtig sein kann, die Gärten zu besichtigen.

Wer nicht allzu viel laufen möchte, ist mit einer Fahrt im Touristenzug bestens beraten. Ermüdende Laufwege lassen sich hierdurch wunderbar sparen. Das Ticket kostet 6,90 Euro. Romantiker kommen mit einer Fahrt auf dem Kanal in einem geliehenen Boot voll auf ihre Kosten.

Großer Trubel herrscht in der Saison von April bis Oktober vor allem an Dienstagen und am Wochenende. Montags ist in Versailles keine Sehenswürdigkeit geöffnet. Ein Besuch an anderen Tagen ist daher unbedingt zu empfehlen. Ich empfehle zusätzlich einen Besuch im Schloss erst nach 15 Uhr nachmittags, denn hier hat man ausreichend Platz für sich.

Katakomben in Paris

Auf ganzen 11000 Quadratmetern erstrecken sich die Katakomben von Paris unter der Erdoberfläche. Ein Ausflug ist für Freunde gruseliger und nervenaufreibender Aktionen auf jeden Fall zu empfehlen. Allzu kleine Kinder werden sich hier jedoch nicht besonders wohl fühlen, denn es gibt im schummrigen Licht einige Skelette und Schädel zu sehen. Auch im Sommer sollten die Besucher der Katakomben eine Jacke mitnehmen, denn es wird hier nicht wärmer als 14 Grad. Festes Schuhwerk ist unbedingt erforderlich, um die Katakomben sicher erkunden zu können.

Der Eingang zu den Katakomben liegt in der Rue Rémy Dumoncel Nr. 36. Die Anbindungen sind gut, denn sowohl mit den Buslinien 38 und 68 als auch mit der Metro gelangt man leicht und schnell zur Station „Denfert Rochereau“. Von hier ist es nur noch ein kurzer Fußweg bis zum Ziel.

Der Eintritt ist bis 13 Jahre kostenlos. Erwachsene ab 26 Jahren zahlen 8 Euro und Jugendliche zwischen 14 und 25 Jahren gelangen schon für 4 Euro in die Katakomben. Montags sind die Katakomben geschlossen. An allen anderen Tagen öffnen sich die Pforten von zehn bis 17 Uhr. Wochenends und in der Hauptsaison kann es am Eingang recht lange dauern. Auch hier empfiehlt sich daher ein Besuch außerhalb der Ferienzeit.

Restaurants & Pâtisserien

DSC_0303DSC_0301Zu gutem Essen kann ich leider nicht nein sagen. Ich habe schon viel über die Küche und den Wein in Frankreich gehört. Jetzt durfte ich zum ersten Mal erleben, was die französische Kuche bedeutet. Eins vorneweg. Man merkt, dass die Franzosen einfach mehr wert auf ihr Essen legen.

An jeder Ecke gibt es in Paris leckere Restaurants, Crêperien und Pâtisserien. Die besten Restaurants, die zu guten Preisen leckeres Essen anbieten sind oft sehr klein und oft sehr beliebt. Deswegen sollte man immer versuchen zu reservieren.

Das waren meine Lieblingsrestaurants in Paris:

Alle Restaurants waren sehr klein und wir mussten trotz Reservierung warten. Aber es hat sich gelohnt!

Weitere Infos rund um Paris

Was ist dein Geheimtipp von Paris? Was kann man in Paris noch machen? Ich freue mich auf deinen Kommentar!